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„Unser Woltersdorf“gegen Kinder!

„Unser Woltersdorf“ und Linke lehnen Erweiterung der Kita „Kinderparadies“ und selbst konkrete Gespräche mit der AWO zur ab!

Seit Sommer liegt ein Angebot der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vor, um die Kita „Kinderparadies“ in der Seestraße innerhalb von 6 Monaten um 30 Plätze zu erweitern. Und seitdem setzt sich auch Bürgermeister Dr. Vogel ungewohnt energisch für die Annahme dieses Angebots ein. Im Sozialausschuss wurde ein Vertreter der AWO dazu gehört. Die Rahmenbedingungen sind klar. Und fair!

Nun sollte es in der Gemeindevertretersitzung am 6. November 2014 darum gehen, über eine Annahme dieses Angebots zu beschließen. 

Aber dazu kam es nicht. Denn „Unser Woltersdorf“ und die Linke lehnten mit ihrer Mehrheit in namentlicher Abstimmung die Beschlussvorlage ab! Man fühle sich der AWO und dem Vermieter des Kita-Gebäudes ausgeliefert, wenn man jetzt zustimme. Zunächst müssten bessere Konditionen ausgehandelt werden, bevor man über eine Zustimmung nachdenken könne. Nur: Selbst weitere Gespräche mit der AWO lehnte „UW“ schließlich ab.
Der CDU-Abgeordnete Daniel Lohse brachte es auf den Punkt: „Uns fehlen 130 Kita-Plätze in Woltersdorf. Die werden wir nicht in kurzer Zeit schaffen können. Aber wir haben die Chance, 30 Plätze mehr nach den Sommerferien anbieten zu können, während wir weiter an der „großen Lösung“ arbeiten. Ich möchte den Eltern, die auf einen Kita-Platz für ihre Kinder warten, nicht sagen müssen, das wir selbst dazu nicht in der Lage waren.“
Die Linke krönte die Diskussion mit einer ungeheuerlichen Bemerkung von Edgar Gutjahr: „Man sollte den nichtstaatlichen Trägern nicht zu sehr vertrauen!“ Gut für uns alle, dass diese Zeiten vorbei sind! Man erkennt überdeutlich, wes Geistes Kind die Linken sind. Und dass sie keine Ahnung von deutschen Gesetzen haben: Denn das Sozialgesetzbuch VIII verpflichtet den Staat, bei gleicher Eignung zunächst freie Träger mit Aufgaben wie Kita aktiv werden zu lassen!
Dieses alte Denken wurde auch dadurch eindrucksvoll unterstrichen, dass den Linken um Edgar Gutjahr offenbar der Obelisk am Thälmannplatz wichtiger ist als eine ausreichende Kinderbetreuung im Ort. Wir halten es mit Wolf Biermann: Für ihn sind die Linken "der elende Rest dessen, was zum Glück überwunden ist" (so am Freitag im Deutschen Bundestag)…
Glücklicherweise ist die Chance noch nicht ganz vergeben: In einem zweiten Beschluss konnte von uns gegen die Stimmen von „Unser Woltersdorf“ und Linke knapp durchgesetzt werden, dass wenigstens konkrete Gespräche mit der AWO geführt werden, um einen Vertrag vorzubereiten. Obwohl in der Diskussion stets bemängelt wurde, nicht genügend Informationen bekommen zu haben, war „Unser Woltersdorf“, das im Wahlkampf für ein „neues Miteinander“ geworben hatte, nicht einmal bereit, die vielleicht noch fehlenden Informationen durch weitere Gespräche der Verwaltung mit der AWO einzuholen. 
Bleibt zu hoffen, dass im Dezember genügend Gemeindevertreter das nötige Verantwortungsbewusstsein haben und diese Chance nutzen. Ansonsten wird es in den nächsten 2 Jahren keinen einzigen weiteren Kita-Platz in Woltersdorf geben. Das wäre eine klare Pflichtverletzung durch die Gemeinde und würde nicht nur teuer für den Ort, sondern vermutlich auch den Landrat auf den Plan rufen!
Für die CDU ist die Zustimmung zum Angebot der AWO eine selbstverständliche Verpflichtung aus unseren Positionen im Wahlkampf. Woltersdorf soll für Familien attraktiv sein und bleiben! Deshalb sind weitere Kita-Plätze unbedingt zu schaffen. Je schneller, desto besser!

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